Maria Lichtmess am 2. Februar feiert die Darstellung Jesu im Tempel, beendet offiziell die Weihnachtszeit und ist mit dem Segnen von Kerzen verbunden, die Schutz symbolisieren. Früher war es auch ein wichtiger Termin im bäuerlichen Kalender, der den Wechsel der Dienstboten markierte. In Zwönitz wurde heute traditionell mit vielen Gästen die Weihnachtsbeleuchtung ausgeschaltet. Übrigens:»Wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.« Na, wie war es denn heute? Es war nicht garstig, auch nicht schön, wir sollten mal Sven Plöger sehn. O. Grimm
Bei festlicher Stimmung und leiser Weihnachtsmusik fand am Mittwoch, den 17.12.2025 unser traditionelles Weihnachtsfrühstück in unserer Turnhalle statt. Bereits am frühen Morgen füllte sich das Buffett mit dem Duft von frischen Brötchen und weihnachtlichen Leckereien. Die große Auswahl reichte von Süßen über herzhafte Speisen bis hin zu Obst und Gemüse – für jeden Geschmack war etwas dabei. Ein großes Dankeschön an Thorsten und sein Team vom Sportlerwirt für das leckere Weihnachtsfrühstück.
Ein besonderes Highlight war der Besuch des Weihnachtsmanns, der mit kleinen Geschenken für strahlende Kinderaugen sorgte. Begleitet von Weihnachtsliedern entstand eine fröhliche Atmosphäre. Das Weihnachtsfrühstück zeigt einmal mehr, wie gemeinsames Beisammensein und kleine Überraschungen in der Adventszeit große Freude bereiten können.
Schweren Herzens verabschiedeten wir uns auch von unserer langjährigen Kollegin und stellvertretenden Leiterin Claudia Wagner. Über viele Jahre hinweg hat sie sich mit großem Engagement, Fachkompetenz und einem unermüdlichen Einsatz für das Team und die gemeinsame Arbeit eingesetzt.
Ihre verlässliche Art und ihr Verantwortungsbewusstsein haben die tägliche Zusammenarbeit geprägt und nachhaltig bereichert. Für ihren Einsatz, ihre Loyalität und die vielen gemeinsamen Jahre sagen wir von Herzen Dankeschön. Wir wünschen ihr alles Gute, viel Erfolg und vor allem Gesundheit.
Euer Team von Kids & Co.
Schon der Goethe soll gesagt haben: »Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.«
Jedenfalls wird es ihm zugeschrieben. Bedeutung von Qualität, Genuss und der Wertschätzung der kleinen Freuden des Lebens, um das geht es hier. Es ermutigt dazu, sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufriedenzugeben und das Beste aus der kurzen Lebenszeit zu machen, auch wenn Goethe es möglicherweise nie wörtlich so formuliert hat. Wenn Leben in unserer unmittelbarer Nähe zu Ende geht, beginnen wir über diese Dinge nachzudenken. Früher, als die Kleinen Leute noch in großer Armut lebten, gab es zu Weihnachten oft nur ein Festmahl in der Form, dass es zu der üblichen Kartoffel noch Butter und Salz gab. Ich kann mich noch daran erinnern, dass in den siebziger Jahren Lehrer die Schüler stillstehen ließen, wenn das ungeliebte Pausenbrot mit Leberwurst in den Mülleimer wanderte, weil andere Mitschüler gebratenes Ei auf dem Brot hatten. Schon zu der Zeit hat bei uns niemand hungern müssen. Gott sei Dank. Das Angebot an besonderen Spezialitäten war dagegen recht begrenzt. Einige meiner Schulkollegen hatten nahe Westverwandte, die zu Weihnachten große Pakete mit allerlei bunten, gut riechenden und leckeren Dingen schickten. Ich hatte keinen Onkel im Westen. Meine Mutter tauschte bei einem Nachbarn zu Ostern oder Weihnachten ein paar Ostmark im Verhältnis 1:4, damit sie mir im Intershop ein Matchbox Auto oder einen Tintenkiller kaufen konnte. Als ich den dann in der Schule benutzte meinte eine Lehrerin zu mir, ich solle nicht so mit meinen Westsachen prahlen. Das war damals sehr verletzend und es war aber auch typisch für diese Sorte Menschen, die über uns Kinder auch eine gewisse Macht spüren lassen wollten. Das ist jetzt ein halbes Jahrhundert her, und noch heute habe ich ein gestörtes Verhältnis zum Lehrerberuf. Heute gibt es diese bunten, gut riechenden und lecker schmeckenden Dinge in unermesslicher Fülle überall zu kaufen. Allerdings braucht man dafür schon eine gut gefüllte Geldbörse. So ein randgefüllter Einkaufswagen kostet schon mal 200,- € was umgerechnet ja viertausend Ostmark sind. Mein Umrechnungskurs: Ein Euro sind zwei Westmark und eine Westmark sind zehn Ostmark weil der 7.000,- Ostmark teure Farbfernseher damals bei Quelle 700,- Westmark gekostet hat. Alles klar? Was hat das jetzt mit dem Wein zu tun? Direkt gar nichts aber der Spruch bleibt aktuell und erinnert uns daran, dass Zeit kostbar ist und man sie nicht mit Unangenehmem verschwenden sollte, auch wenn man Wein ablehnt. Ein Bekannter hat zuletzt ein technisches Gerät im Internet bestellt. Es war neunzig Prozent billiger angeboten worden, als es hier im Handel kostet. Das Teil kam nie an und das eingesetzte Geld war weg. Auch das ist eine Facette der Digitalisierung. Man muss nicht mal mehr in eine Wohnung einbrechen, um Geld zu stehlen. Man bricht einfach in die Gutgläubigkeit der Menschen ein. Also Augen und Ohren auf beim Einkaufen. Gute Qualität hat immer einen Preis, egal wo man das Produkt kauft. Eine gute Flasche Wein bekommt man schon für acht bis zehn Euro. Das ist auch nicht wenig Geld für 3/4 Liter Wein. Allerdings würde ich den Rebensaft aus dem Discounter, der vor mir im Tetrapack mit einem Preisschild von neunundneunzig Cent herum wedelt, gerne im Regal stehen lassen. Er wird den menschlichen Gaumen nicht sehr mit Freude erfüllen. Will man nur trinken, um die Wirkung des Alkohols spüren zu können, kann man natürlich getrost zugreifen. Auch dieser Wein ist geprüft und in Maßen genossen völlig ungefährlich. Nur glücklich macht er nicht. Jetzt bleibt es mir nur noch, Euch allen ein wunderschönes Fest zu wünschen. Ich hoffe, Ihr habt alle eine gute Flasche Wein auf dem Tisch stehen, die Euch durch das Abendessen begleitet. Zum Abschluss gibt es noch einen Spruch vom Goethe: »Sorgen schreibt das liebe Leben, Sorgenbrecher sind die Reben« Ich wünsche Euch, dass Ihr nächstes Jahr keine Sorgenbrecher braucht. O. Grimm
Ja, Leute, es ist für dieses Jahr geschafft. Die letzte gedruckte Klingenthaler Zeitung 2025 ist fertiggestellt und, wie immer pünktlich am Donnerstag Abend in die Läden geliefert. Ihr haltet sie jetzt in den Händen, könnt lesen und Euch eine Meinung bilden. Dafür machen wir diese Zeitung. Egal, ob ihr sie beim Bäcker, Edeka, Penny oder Norma in Tannenbergsthal mitnehmt, ich freue mich über das Interesse und mich erfüllt das auch ein wenig mit Zufriedenheit, dass am Montag nahezu alle Blätter vergriffen sind. Die nächste Zeitung wird es erst im Januar geben, jedenfalls die Zeitung in Papierform. Um die Zeit zwischen zwei Ausgaben zu überbrücken, habe ich jetzt meinen Blog reaktiviert, den ich zuletzt zu Corona Zeiten, also 2020 gestartet hatte. Zu der Zeit hat es nicht allzu viel zu schreiben gegeben außer Bedienanleitungen zum Händewaschen und dergleichen. Damals hat man sich regelrecht überschlagen, uns zu erklären, wie was Leben geht. Dafür jetzt noch mal herzlichen Dank. Der Mensch lernt niemals aus. Für meine selbst verfassten Texte war dann der Platz in der Druckausgabe nicht mehr da. Den Blog nenne ich jetzt »klares-wort.de« Man soll im Titel schon erkennen, dass es sich hier um leicht nachvollziehbare Inhalte handelt, die frei von jeglicher Ideologie und politischen Interessen sind. Es geht immer um die Sache selbst, es geht um Information und es geht darum, dass Wissen geteilt wird, »Gutes für Alle« eben, wie ein Discounter in der Werbung verspricht.Wenn ich mir etwas zu Weihnachten wünschen könnte, dann wäre es eine Welt, in der die Probleme gelöst werden, die auf den Nägeln brennen. Dann gäbe es keinen Hunger, und es gäbe auch keinen Krieg. Man würde ein Problem erkennen, dann nach einer Lösung suchen. Also prüft genau, wem Ihr vertrauen könnt und holt immer das Beste aus Euch heraus und das immer, jeden Tag.
O. Grimm
Auch in diesem Jahr gab es wieder den beliebten »Dlengedohler Bornkinnelmarkt«. Händler, Musiker und natürlich der Weihnachtsmann haben es sich nicht nehmen lassen, den Stadtpark für ein Wochenende in ein Weihnachtsland zu verwandeln. Aber was wäre eine Veranstaltung ohne ihre Besucher. Zum »Fototermin war das Gelände am Marktplatz gerammelt voll. Es wurde gegessen und getrunken, was das Zeug hält und es gab auch ein paar warmgetrunkene Mitbürger. Auf jeden Fall war's emoll widder schie.
Liebe Klingenthaler,
angeblich soll es gerade zu Weihnachten nicht selten zum Familienkrach kommen. Ausgerechnet! Na dann, schöne Bescherung. Gerade zum Fest soll es doch friedlich zugehen, mit einer schönen, feierlichen Stimmung. Aller Ärger, alles Bedrückende, alle Probleme werden zumindest beim Fest bitte ausgeblendet.
Das ist die eine Strategie zu Weihnachten. Es gibt noch eine andere – die unternimmt Gott. Er zieht an Weihnachten sämtlichen Ärger, alle Probleme der Menschheit auf sich und geht mittenrein in unseren ganzen Schlamassel: Er wird in Jesus Mensch. Wäre er im Himmel geblieben, er hätte es sehr viel friedlicher, stimmungsvoller gehabt. Wenn ich mit diesem heruntergekommenen Gott gehe, weiß ich: Mitten im Schlamassel habe ich ihn direkt an meiner Seite. Seine Lösung lerne ich kennen, wenn ich mit ihm unterwegs bin. Sie ist anders, umfassender als wir ahnen oder wünschen. Als Jochen Klepper, einer der bedeutendsten evang. Liederdichter, 1938 sein ganz unbekanntes Weihnachtslied „Du Kind zu dieser heilgen Zeit“ schrieb, wollte und konnte er schwere Probleme, die ihn massiv bedrohten, nicht verdrängen. Er schreibt (EG 50):
Du Kind, zu dieser heilgen Zeit gedenken wir auch an dein Leid, das wir zu dieser späten Nacht durch unsre Schuld auf dich gebracht.
Die Welt ist heut voll Freudenhall. Du aber liegst im armen Stall. Dein Urteilsspruch ist längst gefällt, das Kreuz ist dir schon aufgestellt.
Die harte Seite blendet Klepper nicht aus – er erkennt, wie Gott selbst sein Licht einblendet, mitten in die Not hinein, die Gott zu seiner eigenen macht. Das ist wohl die tiefere Weihnachtserkenntnis: Die Sorgen, die Not dieser Welt nicht ausblenden, sondern dem anvertrauen, der für die Nacht ein Licht hat.
Im Namen des Fördervereines der Rundkirche und der Evangelischen Kirchgemeinde Klingenthal wünschen wir Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich im Namen des Vorstandes für alle Spenden und Unterstützung zum Erhalt der Rundkirche recht herzlich zu bedanken.
Pfr. J. Birkenmaier
Bankverbindung Förderverein Rundkirche: DE15 8705 8000 3610 0074 18 WELADED1PLX
Die besinnliche Zeit, sie hat nun begonnen. Überall in den Städten schießen die Buden wie Pilze aus dem Boden, es riecht nach Glühwein, Zimt und Bratwurst. Gegen die Kälte gibt es Glühwein und Grog für warm getrunkene Menschen. Auf die Ohren gibt‘s Glöckchenklänge und Erzgebirgische Weihnachtslieder. Auch in unserem Tal hat man sich vorbereitet. Letztes Wochenende gab es in Zwota die erste Runde. Um zwei waren die Weihnachtshändler für den Ansturm gewappnet und eine halbe Stunde später war der Platz vor der ehemaligen Schule proppevoll. Die Ansprachen zur Eröffnung hielten Uli Malau, Judith Sandner und Hans Schlott. Danach wurde der vom Behrendt Bäcker gesponserte Riesenstollen angeschnitten. Das Museum war geöffnet und im Depot Eibisch gab es eine sehr sehenswerte Weihnachtsausstellung. Das hat schon ein wenig Erinnerungen an die Kindheit geweckt. Diese Woche ist dann Klingenthal an der Reihe auch hier gibt es kulinarisch nahezu alles, was das Herz begehrt. Der weihnachtliche Touch entlang der Bundesstraße ist wegen der Beflaggung reduziert worden.
O. Grimm
Auch in Auerbach hat die bewährte Tradition ihre Fortführung gefunden. Das ganze Zentrum war mit Menschen gefüllt. Es gab leckere Thüringer Bratwurst, Glühwein und viele andere Möglichkeiten, um warmgetrunkene Menschen zu erzeugen. Den Begriff hat übrigens die Klingenthaler Pfarrerin Malau bei der Eröffnung des Zwoticher Weihnachtsmarktes geprägt, als sie von den ihren Erfahrungen in Nordrhein- Westfalen erzählte. Was sie damit meinte, ist klar. Eine gelungene Beschreibung eines bestimmten Zustandes ist es allemal. Ich hatte übrigens eine interessante Erfahrung. Mein Leihwagen, mit dem ich wegen eines Werkstattaufenthaltes unterwegs war, hatte eine Beule in der Beifahrertür. Beim Öffnen und Schließen dieser, karrte es so laut, dass im Umkreis von zwanzig Meter jeder Passant aufmerksam wurde. So kamen wir mit unserem Parknachbarn sofort ins Gespräch und wünschten uns gegenseitig einen vergnüglichen Abend. Da sieht man mal wieder, dass nicht perfekte Dinge einen Mehrwert haben können, so wie in der Werbung mit der gebrochenen Vase.
Striezeln, erklärt man mir in Dresden, ist das Flanieren über den gleichnamigen Weihnachtsmarkt auf dem Dresdner Altmarkt. Der Markt an sich ist recht kompakt, sozusagen praktisch, quadratisch, gut. Ich bin schon oft da drüber gelaufen aber gekauft habe ich nie was. Man braucht sich eigentlich auch gar nicht bewegen, nur die Beine anziehen und sich durchschieben lassen. Das ist der Vorteil bei vollen Märkten. Wenn man Geduld hat, kann man sich dort anstellen, wo es die super lange Bratwurst gibt, die wirklich lecker ist oder man kauft sich einen Stiezel. Nach dem Stollen ist der Markt ja schließlich benannt. Etwas beschaulicher geht es auf dem Neumarkt zu. Direkt an der Frauenkirche ist das Geschehen nicht so gedrängt. Möchte man Glühwein oder Punsch, muss man sich nicht lange anstellen. Für mich die bessere Wahl, einen Weihnachtsmarkt in der Großstadt zu besuchen. Wer es noch idyllischer haben möchte, dem sei der Stallhof empfohlen, allerdings werden da fünf Euro Eintritt fällig. Es gibt einen überdachten Sitzbereich und, was mein absoluter Favorit ist, einen arabischen Mokka mit Kardamom. Dann gibt es da auch die "Dresdner Rauhnächte" vom 27. bis 30. 12. und vom 2. bis 6. Januar. Der Markt "zwischen den Jahren" Wen's interessiert: Die haben natürlich eine eigene Webseite mit vielen Infos. Das Bild mit dem Feuerwerk ist natürlich vom letzten Jahreswechsel.
