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Zuckertüte mit Köpfchen: Bonbonberg war gestern

Verbraucherzentrale Sachsen gibt Tipps für eine abwechslungsreiche und nachhaltige Füllung zum Schulstart
 
Die Zuckertüte gehört zum Schulstart wie die Vorfreude auf den ersten Tag. Doch die richtige Mischung aus Süßem, Nützlichem und Nachhaltigem will gut gewählt sein.

Bald ist es wieder so weit: Tausende Kinder in Sachsen fiebern ihrer Einschulung am 15. August entgegen. Ein fester Bestandteil dieses besonderen Tages ist seit Generationen die Schultüte. Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt, beim Befüllen der Tüte auf eine ausgewogene Mischung zu achten.

Weniger süß, mehr Abwechslung
Kleine Naschereien dürfen zwar in der Schultüte landen, am besten aber in überschaubarer Menge und ergänzt durch abwechslungsreiche Alternativen. Statt großer Mengen Schokolade und Bonbons eignen sich beispielsweise Vollkornkekse, Nüsse, Trockenobst, ein knackiger Apfel, Beeren oder selbst zusammengestellte Müsliriegel. Wer die Leckereien selbst herstellt, spart zusätzlich Verpackungsmüll und kann den Zucker- und Fettgehalt besser beeinflussen.

Auf sogenannte „Quetschies“, stark gezuckerte Fruchtgummis oder mit Vitaminen angereicherte Kinderlebensmittel sollte dagegen verzichtet werden. Sie liefern meist viel Zucker, aber wenig Mehrwert.
Wer von Familie oder Freunden zusätzlich einige Süßigkeiten geschenkt bekommt, kann diese gemeinsam mit dem Schulkind portionieren und über einen längeren Zeitraum verteilt genießen.

Nützliches, das den Schulalltag begleitet
Besonders nachhaltig wird die Schultüte, wenn ihr Inhalt auch nach dem ersten Schultag noch genutzt wird. „Eine Schultüte muss nicht voller Süßigkeiten stecken, damit Kinder sich freuen. Eine schöne Brotdose, eine bunte Trinkflasche oder ein kleines Spiel begleiten Kinder oft über den ersten Schultag hinaus. Wer zusätzlich bewusst ausgewählte Snacks einpackt, schafft einen gelungenen Start in die Schulzeit“, sagt Verena Müller, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen.

Auch ein Springseil, ein Turnbeutel, Reflektoren für den Schulweg oder ein Malbuch bleiben länger in Erinnerung. Damit sich Geschenke von Eltern, Großeltern und Paten nicht doppeln, lohnt sich eine kurze Absprache vor der Einschulung.

Auch bei Schulmaterial lohnt der zweite Blick
Nachhaltigkeit endet nicht bei der Befüllung der Schultüte: Bei Heften und Blöcken lohnt sich ein Blick auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Produkte mit diesem Zeichen bestehen aus Recyclingpapier und helfen, Ressourcen zu schonen.

Namensaufkleber für Mäppchen, Sportbeutel oder Trinkflasche verhindern außerdem Verwechslungen im Schulalltag und sorgen dafür, dass wichtige Dinge wieder zurückgefunden werden.