An die Stadträte und die Verantwortlichen der Stadtverwaltung sowie die Bürger der Großen Kreisstadt Klingenthal. Wir wollen hier nicht den „Schwarzen Peter“ der Stadtverwaltung zuschieben. Die Stadtverwaltung ist gezwungen einen genehmigungsfähigen Haushalt vorzulegen und wenn an allen Ecken das Geld fehlt, sucht man eben nach Einsparpotential. Auf Grund der immer weiter zurückgehenden Kinderzahlen, rücken dabei die drei städtischen Kindergärten in den Fokus. Rein baulich ist es dabei möglich alle Kinder im „Kids & Co.“ unterzubringen. Es fragt sich hier, ob die reine Ökonomie für die Erziehung unserer Kinder das entscheidende Kriterium sein sollte. Sicherlich leisten alle Erzieherinnen und Erzieher der drei Tagesstätten eine gute und engagierte Arbeit, aber z.B. das familiäre Ambiente der Kita „Zwoticher Waldwichtel“ ist vielen jungen Familien sehr wichtig. Die „Zwoticher Waldwichtel“ sind nicht nur ein Kindergarten zur „Aufbewahrung“ unserer Kinder, sondern es ist im Ort, eine Institution. So bereichern die Kinder mit Ihren Auftritten die Ortskirmes, den Weihnachtsmarkt und sind bei allen organisierten Wanderungen des Heimatvereins Zwota mit ihren Spielen und Aktionen eine Bereicherung. Ihren Namen Waldwichtel verdanken sie der Kooperation mit dem Sachsenforst, der ihnen ein Waldstück zur waldpädagogischen Nutzung zur Verfügung gestellt hat. Dort erhalten sie regelmäßig von einem Waldpädagogen anschauliche Erklärungen zu Vorgängen in der Natur. Auch durch wöchentliche Wanderungen in den einzelnen Gruppen und monatliche Wanderungen mit den Familien finden die Kinder Zugang zu den Vorgängen in der Natur und Umwelt. Es bestehen auch Kooperationen mit dem Klingenthaler Wandersportverein e.V. In Zusammenarbeit mit Diesem hat der Kindergarten am Konzept „Lets go für Familien Kids und Kitas“ mitgewirkt und ist dafür als „Wanderkita“ ausgezeichnet worden. Mitglieder des Akkordeonvereins unterstützen die Kinder bei den öffentlichen Gesangsauftritten, dabei kommt auch meistens ein eigens für die „Waldwichtel“ von der Leiterin Antje Sünderhauf getextete und dem Musiker Bernd Zabel komponierte Lied zur Aufführung.Eine enge Verbindung besteht zum Heimatverein Zwota, so hilft der Verein regelmäßig bei den Kinderfesten. Die Erzieherinnen der Kita unterstützen das Kinderfest zur Kirmes mit Kinderschminken und verschiedenen Bastelangeboten. Mit der FFW von Zwota besteht eine Kooperation bei Arbeitseinsätzen im Kindergartenbereich „Gemeinsam gehts besser“ und den Kinderfesten. Auch zu verschiedenen Gewerbetreibenden des Ortes gibt es eine enge Verbindung, so gibt es Besuche in der Backstube der Bäckerei Behrendt, wo z.B. in der Weihnachtszeit gemeinsam Plätzchen gebacken werden. Dem engagierten Förderverein ist es zu verdanken, daß ein attraktives Außengelände, das zum Teil auch öffentlich genutzt werden kann, entstanden ist. Das alles steht auf dem Spiel und die 77 jährige Geschichte des Zwotaer Kindergartens würde enden. Wenn der Kindergarten erst einmal geschlossen ist gibt es auch kein Zurück mehr. Also laßt uns nochmal alles auf den Prüfstand legen und vielleicht gibt es ja doch noch eine finanzierbare Lösung. Sollte es doch unumgänglich werden, die Kitas zusammen zu führen, fordern wir als Ortschaftsrat Zwota, weiterhin alles zum Wohle unserer Kinder zu tun. Das beinhaltet, die bewährten pädagogischen Konzepte der einzelnen Kitas zu erhalten. Das heißt, die für die „Waldwichtel“ bereits erläuterten Konzepte zu bewahren und zukunftsfähig weiter zu entwickeln. Die Eltern und Fördervereine müssen aktiv in den weiteren Prozeß mit eingebunden werden.
Im Auftrag des Ortschaftsrates Zwota
Hans Schlott Ortsvorsteher
