Wie Ihr ja alle wisst, bin ich als Grendner auf die Welt gekommen, andere sagen auch Gröndner, noch andere Gründner. Für alle gilt die Einwohnerschaft von Brunndöbra, dem allerschönsten Ortsteil der heute Großen Kreisstadt Klingenthal, in der heute die Sandner, Judith im Rathaus den Hut auf hat. Als Kleinkind wurde ich dann nach Sachsenberg verschleppt, um dort meine Kindheit zu verbringen. Als Grendner und noch dazu als Sohn eines Eis-O-Geiers bin ich quasi mit Schlittschuhen auf die Welt gekommen. Der Schulsport an der Gagarin Schule fand im Winter auch auf der Eisbahn statt und nicht im Wald mit Langläufern, oder wie wir sagen, Låfern. Der Grond war, wie wir sehen, anders. Jeder Grendner konnte praktisch Schlittschuhfahren. Nicht jeder Grendner konnte Schneeschuhfahren, ich auch nicht. Sportsgeist ist mir aber anerzogen worden. Eis-O-Geier mussten ja auch gewinnen. Jedenfalls hat es sich zugetragen, dass ich im September 1970 in die Bebelschule in Sachsenberg eingeschult wurde. Da fing das Dilemma an. In der Schule gab es Sportunterricht, logisch, und wie das so üblich war, gab es in Sachsenberg im Winter Schulsport im Wald mit Schneeschuhen, also mit Låfern. Unser Sportlehrer, der Leonhardt, Gerhard, auch Resl, genannt, war regelrecht langlaufverrückt. Lag genug Schnee, und das war in der 70ern im Winter ständig, mussten wir in der Nullstunde gleich auf dem Mittelbergsportplatz antanzen, und dann ging's im Entenmarsch, der Resl vorne weg, zum »Grinn Fleck.«
Zu der Zeit hatte ich keine Låfer, nur alte Bretter von meinem Vater, mit einer Kombibindung für Abfahrt und Langlauf. Die Dinger waren drei mal so dick und schwer als richtige Låfer und ich kam den anderen kaum hinterher. Da hatte der ehrgeizige kleine Olli schon ein wenig ein Problem, denn wie schon erwähnt, wurde mir der Sportgeist von klein auf anerzogen und verlieren war da nicht geplant.
Wie jetzt der Warg Willi und dessen Schneeschuhbaukünste dazukommen, gibt es in Teil zwei. Bleibt also neugierig. OvG
Das sind einige gute alte Stücke, die der Röhlig, Jan von seinem Opa, dem Willi noch bei sich hat. Sie sollen auch noch zur Ausstellung kommen. Die mit den roten Steifen hatte ich auch als erste »Låfer«
Das ist am 19. Juli beim Röhlig, Jan, dem Enkel vom Warg, Willi. Im Hintergrund ist das Haus vom Cherry zu sehen. Der Jan hat heute tatsächlich noch ein Paar von diesen Unikaten mit dem roten Streifen und hat sie mir als Fotomodell zur Verfügung gestellt. Genau solche habe ich bekommen. Leider sind die beim Umzug meiner Eltern zurück nach Brunndöbra verloren gegangen.
