Echtes
Inkasso-Büro erstattete bereits Strafanzeige
Eine ältere Dame aus Markneukirchen erhielt ein bedrohliches Schreiben. Vermeintlich stammte das Schreiben von der EOS Inkasso Deutschland GmbH. Gefordert wurde eine Gesamtsumme von sage und
schreibe 4.651,31 Euro. Die Dame ist sich keiner Lotterieteilnahme bewusst und wandte sich deshalb sehr aufgeregt an die Verbraucherzentrale in Auerbach.
Durch Recherchen stellte sich heraus, dass die auf dem Forderungsschreiben angegebene Rufnummer definitiv nicht dem echten EOS-Inkassobüro zuzuordnen ist. Es handelt sich um eine Betrugsmasche,
denn die auf dem Fake-Schreiben angegebene Vorwahl ist nicht dem behaupteten Ort zuzuordnen. Die Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale kontaktierte das echte EOS-Inkasso und es stellte sich
heraus, dass die vorliegende Betrugsmasche dort bekannt ist und dass bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn bereits eine entsprechende Strafanzeige läuft. Die Verbraucherin aus Markneukirchen hat
keine Zahlung geleistet und konnte davor bewahrt werden, Opfer einer Betrugsmasche zu werden.
„Einmal mehr möchte die Verbraucherzentrale Auerbach eindringlich darauf hinweisen, dass nicht allein aufgrund eines glaubhaft aussehenden Schreibens Zahlungen geleistet werden sollten“, mahnt
Heike Teubner, Expertin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Wer ein Forderungsschreiben bekommt, sollte genau überdenken, ob es den behaupteten Vertrag überhaupt gibt“.
Wenn Verbraucher*innen sich unsicher sind, hilft die Verbraucherzentrale Sachsen. Terminvereinbarungen sind unter 03744
219641 möglich.
