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Hitzeschutz zu Hause: Was jetzt wirklich hilft

Von Sonnenschutz bis Dämmung: So bleiben Wohnräume auch an heißen Tagen angenehmer

Heiße Sommertage werden für viele Menschen zunehmend zur Belastung. Besonders Dachgeschosswohnungen, schlecht gedämmte Gebäude oder dicht bebaute Stadtquartiere heizen sich schnell auf. Wer die Hitze möglichst draußen halten will, sollte frühzeitig handeln.
„Der wirksamste Hitzeschutz beginnt vor dem Fenster. Je weniger Sonnenstrahlung in die Wohnung gelangt, desto länger bleiben die Räume angenehm kühl“, erklärt Denis Schneiderheinze, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen. „Viele Maßnahmen lassen sich sofort umsetzen. Wer saniert oder modernisiert, sollte den Hitzeschutz von Anfang an mitdenken.“

Hitze gar nicht erst hereinlassen
An heißen Tagen sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben, solange es draußen wärmer ist als drinnen. Gelüftet wird am besten spätabends, nachts oder am frühen Morgen. Besonders wirksam ist Querlüften über gegenüberliegende Fenster. Steigen die Außentemperaturen wieder, sollten Fenster und Sonnenschutz geschlossen werden.
Ventilatoren sorgen für Luftbewegung und erhöhen das persönliche Wohlbefinden, senken die Raumtemperatur aber nicht. Klimageräte können kühlen, verursachen jedoch zusätzliche Stromkosten. Vor einer Anschaffung lohnt sich daher ein Blick auf einfachere und oft günstigere Alternativen.

Außen verschatten, innen profitieren
Viel Wärme gelangt über Fensterflächen ins Gebäude. Außenliegende Rollläden, Jalousien, Markisen oder Sonnensegel halten Sonnenstrahlen ab, bevor sie auf die Scheibe treffen, und sind deshalb besonders wirksam. Innenliegende Vorhänge oder Rollos sind weniger wirksam, können aber dennoch helfen, direkte Sonneneinstrahlung zu verringern. In akuten Situationen kann auch ein helles Tuch außen vor dem Fenster eine einfache Übergangslösung sein.
Rollläden bieten einen zusätzlichen Vorteil: Sie können im Winter Wärmeverluste reduzieren. Beim Nachrüsten sollte auf eine fachgerechte Montage geachtet werden, damit keine Wärmebrücken entstehen.

Dämmung wirkt auch im Sommer
Eine gute Dämmung von Dach und Fassade schützt nicht nur im Winter vor Wärmeverlusten. Sie trägt auch dazu bei, dass sich Wohnräume im Sommer langsamer aufheizen. Gerade bei Dachflächen macht sich dieser Effekt bemerkbar. „Viele Menschen denken bei Dämmung zuerst an die Heizkosten. Tatsächlich ist sie auch ein wichtiger Baustein für den sommerlichen Hitzeschutz“, so Schneiderheinze.

Pflanzen als natürliche Klimaanlage
Auch Begrünungen können helfen. Fassadenpflanzen beschatten Außenwände und verbessern das Mikroklima rund ums Gebäude. Dachbegrünungen schützen vor direkter Sonneneinstrahlung, speichern Regenwasser und können Temperaturspitzen abmildern. Vor allem bei Wohngebäuden sollten Eignung und Ausführung fachlich geprüft werden.

Welche Maßnahmen sich lohnen
Ob Sonnenschutz, Dämmung oder Begrünung – welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Gebäude, Wohnsituation und Budget ab. Mieter*innen können vor allem über Verschattung, richtiges Lüften und einen sparsamen Stromeinsatz Einfluss nehmen. Eigentümer*innen haben zusätzlich die Möglichkeit, bauliche Maßnahmen umzusetzen.

Informationen zu Hitzeschutz, Dämmung, Sonnenschutz, Dach- und Fassadenbegrünung sowie Fördermöglichkeiten bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Termine gibt es unter
verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter
0800 809 802 400. Die Beratung erfolgt unabhängig und anbieterneutral.
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