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Göltzschtalbrücken-Whisky kommt jetzt in die Flasche

Verkaufsstart zum „Tag des deutschen Whiskys“ am Samstag in der Dresdner Whisky Manufaktur

Eigentlich war es nur eine Schnaps-Idee, die Netzschkaus Bürgermeister Mike Purfürst und Thomas Michalski, Blend Master der Dresdner Whisky Manufaktur, hatten. Beide trafen sich im Mai des letzten Jahres mehr zufällig auf der Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „Sachsen in Paris“ im Carrousel du Louvre – der eine, um die Göltzschtalbrücke zu präsentieren, der andere, um den Dresdner Whisky HELLINGER 42 bekannter zu machen. Und die Idee? Zwei 225-Liter-Fässer der Dresdner Whisky Manufaktur, die mit dem einzigartigen Single Malt Whisky HELLINGER 42 gefüllt werden, sollten in die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, eingebracht werden. Damit würde für Netzschkau ein Whisky kreiert, der regionaler nicht sein kann.

Diese Idee blieb aber kein Traum – sie wurde Realität. „Eine ähnliche Idee hatten wir bereits vor einigen Monaten, als wir ein Fass im Basaltkeller der Stadtwache Stolpen einlagerten“, verrät Jörg Hans, Brennmeister und Geschäftsführer der Dresdner Whisky Manufaktur. Doch in eine von der Bahn betriebenen Brücke? „Bürgermeister Mike Purfürst hatte bei uns angefragt und wir haben zugesagt. Wir fördern den Vogtland-Tourismus sehr gerne, außerdem sehen wir den Brücken-Whisky als Ergebnis der guten Beziehungen mit den Gemeinden der Region“, erklärt Markus Fischer, Bezirksleiter Konstruktiver Ingenieurbau der Deutschen Bahn und Herr über fast 600 Bahnbrücken in Südwestsachsen.

Nach der DB-Zusage machte sich Thomas Michalski ans Werk. „Wir konnten zwei Wein-Fässer des sächsischen Winzers Jan Ulrich für den Göltzschtalbrücken-Whisky organisieren und mit unserem HELLINGER 42 befüllen, die in besagter Brücke reiften. An der Vorbereitung und an der Einbringung in die Brücke hatten wir alle unseren Spaß“, verrät Michalski. „Im Gegensatz zu gleichbleibenden Temperaturen im Basalt-Keller haben wir hier schwerere Bedingungen mit wechselnden Temperaturen im Brückeninnern.“

Präsentiert wurde die erste Flasche anlässlich des Jubiläums „180 Jahre Grundsteinlegung Göltzschtalbrücke“. Das Fass mit dem Stadt-Logo wird für die Stadt Netzschkau abgefüllt. Der Erlös geht an den „Förderverein Göltzschtalbrücke e.V.“, der mit den Einnahmen den Einbau einer neuen Fuß- und Radwegbrücke über die Göltzsch mitfinanzieren will. Das andere Fass wird flaschenweise für 149 Euro über die Dresdner Whisky Manufaktur verkauft, wobei davon noch jeweils 10 Euro Spende an den Förderverein gehen. „Heimat liegt uns sehr am Herzen. Hier wird ein Whisky für Netzschkau kreiert, der regionaler nicht sein kann. Darauf dürfen wir stolz sein“, so Frank Leichsenring, Gründer und Gesellschafter der Dresdner Whisky Manufaktur, der selbst im vogtländischen Werda geboren ist. „Aus jedem Fass werden 400 limitierte Flaschen abgefüllt, unsere 400 kommen jeweils in einer edlen Holz-Verpackung mit einem echten Stück Originalstein der Göltzschtalbrücke – ein Sammlerstück, das sächsische Geschichte und Dresdner Destillationskunst auf einzigartige Weise verbindet“, so Michalski ganz stolz.

„Die Teilnahme an ‚Sachsen in Paris‘ und die Vermarktung des Brückenwhiskys tragen dazu bei, die Bekanntheit der Göltzschtalbrücke, der Stadt Netzschkau und des gesamten Vogtlands weiter zu erhöhen. In die Entwicklung des Brückengeländes sollen in den nächsten zehn Jahren insgesamt 30 Millionen Euro investiert werden. Interesse wecken, Gäste locken und diesen dann hier unsere gesamte touristische Vielfalt präsentieren zu dürfen, das ist unser Ziel“, so Bürgermeister Mike Purfürst. Die Sonderedition „Göltzschtalbrücke“, benannt nach dem größten Ziegelbauwerk der Welt, die genauso viel Charakter mitbringt wie ihr Namensgeber, wurde schon bei der ersten Verkostung als herausragend bewertet.

„Der Tag des deutschen Whiskys diesen Samstag, 27. Juni 2026, ist für uns mehr als ein Datum im Kalender – er ist eine gute Ausrede, gemeinsam anzustoßen auf den Verkaufsstart und zu zeigen, was hier in Dresden entsteht. Von 10 Uhr bis 16 Uhr öffnen wir unsere Türen. Die Gäste erwarten Überraschungen, Verkostungen und ein Blick hinter die Kulissen unserer Manufaktur. Alle Whisky-Liebhaber und Neugierigen sind herzlich willkommen“, so die Herren der Dresdner Whisky Manufaktur unisono.

„Der Verkaufsstart für unsere 400 Flaschen erfolgt am 15. Juli 2026 um 10 Uhr, dem Tag der Erstbefahrung der Göltzschtalbrücke“, informiert Bürgermeister Purfürst, der auch hier wieder den perfekten Termin für den perfekten Whisky gefunden hat.

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