Ich wer ja emmer Emil gfrecht, ob ich net en Witz bei de Zeitung schreib kennt. No ja, de meistn Witz, die iech kenn, die kammor net nei de Zeidung schreim, wei se uhahständich sei. Aber der kennt velleicht geh: Dor Fritz hot ze seiner Klassenleiterin alleweil Du gsocht. On do hot de Maria, des war de Klassenleiterin, en Fritz gschempft:
»Des wennst i´tze nuch emol machst, loss ich dor honnert mol nein Hausaufgahmheft schreim, dass ze mier net Du song derfst.« En nechsten Frieh kemmt dor Fritz nei de Schul on socht: »Moin, Marichen, wie geht‘s dorn heit?« No do war de Buttor braun. »Iech ho dors gsocht, itze dust des honnert mol schreim, daß ze mier net Du song derfst, is des klar?«
En nechstn Dooch geht dor Fritz nein Lehrorzemmor on knallt dor Maria des Hausaufgahmheft hie. De Maria guckt nei on do hot dor Fritz des gleich zwehonnert mol gschriem. On als de Maria den Fritz dann gfrecht hor, warum gleich su oft, hot dor Fritz gschocht: »No weil Du‘s bist Maria.«
Jetzt gibt‘s wirklich was zum Lachen. Ich habe der Sparacherkennung »SIRI« diesen Witz auf Grendnerisch diktiert und das hat sie verstanden. De Siri is halt net vo do. Gerne lass ich Euch an dem Unsinn teilhaben:
Das Fritze hört ja auch keinen Menschen Respekt, Annet für seine Grundschullehrerin und deswegen hole ich halt zurück wenn du kommst, dass ich das Lehrerin am Ende des Tages einfach ne mobile Version wollt. Wenn du mir suchst, dann musst du 200 mal ein Hausaufgabenheft schreiben. Schauen wir mal mit der Lehrerin sie reden gleich die Lehrerin so langsam so jetzt bis morgen dein Hausheft ich darf zu meiner Lehrerin nicht du so gedacht schon fertig gewesen. Lehrerin ist Hausaufgaben gezeigt die Lehrerin du bist
So, jetzt könnt Ihr entscheiden, welcher Witz der bessere ist. Ich habe das in das Telefon diktiert als ich zu Hause beim Frühstück saß und erst zwei Stunden später gelesen. Was für ein Quatsch. Mir tut jetzt noch der Bauch vor Lachen weh.
Der Hintergrund ist der, dass ich wegen einer Kataraktoperation im Mai, jetzt die Augen schonen muss. Keine Bildschirmarbeit, kein langes Lesen. Am besten wäre es wahrscheinlich, sich den ganzen Tag in‘s Bett zu legen, mit geschlossenen Augen aber das macht dann das Kreuz nicht mit. Wäre ich jetzt Beamter, könnte ich mich krank schreiben lassen. Mein Fehlen würde vielleicht gar nicht auffallen. Die Bürokratie würde sicher auch ohne mich weiterlaufen. Das ist eh das einzige, was in diesem Land zuverlässig funktioniert.
Aber ich bin selbstständig, also ich muss mein Geld verdienen und wenn ich nicht arbeite, kommt auch nichts rein. Übrigens geht das mit der Siri sonst ganz gut. Man kann mit geschlossenen Augen diktieren und man hat den Text sofort auch dem Rechner, jedenfalls, wenn er den Apfel auf den Gehäuse hat. Äpfel sind gesund und eigentlich sollte hier auch der Artikel: »Wennst jedn Dooch en Eppl frisst, brauchst kann Doktor, des is gwiss.« stehen, aber ich habe das gerade noch mal umgeschmissen. Den Artikel könnt Ihr bei Klares-Wort.de lesen oder schaut bei Klingenthal, meine Stadt auf Facebook nach dem Bild mit dem angebissenen Apfel. Dort ist er auch verlinkt.
An dieser Stelle möchte ich mich auch gerne noch einmal bei den Kollegen des Vogtlanddruck Mark-
neukirchen, besonders Lisa, bedanken, die gerade einen Teil meiner Arbeit mit erledigen muss.
Das Licht am Ende des Tunnels ist schon ein wenig sichtbar.
Mit dem dunklen Bildschirm und jetzt mit Sonnenbrille geht es einigermaßen, durch die helle Welt zu kommen. Mit dem Katarakt im Gepäck wurde es mit der Zeit immer nebliger und die Augen müssen sich an die Helligkeit erst wieder gewöhnen.
Olli vom Grond

