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Osterbrunnen schmücken Orte zur Frühlingszeit

Wenn der Winter weicht und der Frühling Einzug hält, verwandeln sich in vielen Regionen, besonders in der Fränkischen Schweiz, öffentliche Brunnen in farbenfrohe Kunstwerke. Die Tradition des Osterbrunnens ist ein lebendiges Brauchtum, das Wasser als Lebenselixier feiert und gleichzeitig die Vorfreude auf das Osterfest in die Ortskerne bringt.

Der Ursprung liegt  in der Wasserknappheit

Der Brauch hat seine Wurzeln in der nördlichen Fränkischen Alb, einem wasserarmen Karstgebiet. Ursprünglich, so vermuten Experten, wurden die Brunnen geschmückt, um der Bedeutung des Wassers Rechnung zu tragen und die „Quellgöttin“ gewogen zu machen. In der Barockzeit entwickelte sich das Schmücken auch zu einem Ausdruck von Lebensfreude. Seit den 1980er Jahren hat sich die Tradition, die zuvor fast in Vergessenheit geraten war, wieder stark ausgebreitet und findet sich heute weit über Franken hinaus in Hessen, Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg.

Hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit

Hinter der prachtvollen Fassade steckt enorme Arbeit. Ehrenamtliche Helfer – von Heimatvereinen über Landfrauen bis hin zu Dorfgemeinschaften – investieren Wochen in die Vorbereitung. Eier müssen ausgeblasen, gereinigt, bemalt und oft kunstvoll mit Motiven versehen werden. Dann folgt das Befestigen an Tannengrün-Girlanden. Ein durchschnittlicher Brunnen in der Fränkischen Schweiz wird mit etwa 1.800 bis 2.000 Eiern geschmückt.

Weltrekord in der Region

Besonders stolz ist man in Biberbach bei Egloffstein: Hier steht der laut Guinness-Buch der Rekorde größte Osterbrunnen der Welt, der jährlich tausende Besucher anzieht. Aber auch kleinere Orte wie Reichenschwand oder in der Region Heilbronn pflegen den Brauch, um die Orte zu verschönern und die Gemeinschaft zu stärken.

Bedeutung der Farben

Die Ostereier an den Brunnen sind nicht nur Dekoration. Die Farben haben traditionell eine Bedeutung: Rot steht oft für das Leiden Christi, während Gelb die Auferstehung symbolisiert. Die Osterbrunnen sind somit nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch ein tief in der Kultur verwurzeltes Symbol für das Leben und die Natur, die im Frühjahr neu erwacht.

Die geschmückten Brunnen können meist von Palmsonntag bis kurz nach Ostern bestaunt werden, bevor die Eier wieder sicher in den Depots für das nächste Jahr verstaut werden.

Das wäre auf jeden Fall mal einen Ausflug wert, zumal die fränkische Küche großartig ist. Ein Schäufele und ein viertel Müller, Silvaner oder einfach ein Pils wecken die Lebensgeister schon mal richtig auf. Allerdings sollte das Wetter schon ein wenig besser sein, als das jetzt der Fall ist. Die Spritpreise lassen meine Neugier auch nicht so recht anspringen. Am besten, Ihr bucht eine Probefahrt im Elektroauto. Das sollte aber Vierhundert Kilometer schaffen, sonst müsst Ihr nachladen. Biberbach liegt nördlich von Nürnberg auf Höhe Plech.

Auch in Bad Schlema gibt es die Tradition

Man muss tatsächlich nicht so weit fahren, um Osterbrunnen anzusehen. In Bad Schlema bei Aue gibt es das auch. Am Ostersonntag und Ostermontag gibt es zwischen 11 und 18.00 Uhr einen Ostermarkt. Direktvermarkter bieten dort ihre Waren an. Auch da kann man gut essen. Die Thüringer Klause beischbielsweise. Einen Tisch reservieren sollte man auf jeden Fall, wenn man sitzen will. Mit dem Auto fährt man die B169 von Schneeberg nach Aue, nach der Jet Tankstelle bei der Ampel nach links in die Gleesbergstraße. Dann heißt es Parkplatz suchen für den Kurpark. Rund um den Kurpark sind auch genügend Parkplätze, meist kostenlos, verfügbar. Viel Spaß, wenn Ihr wollt.

Bei der Recherche war KI unterstützend dabei.

O. Grimm

Der größte Osterbrunnen der Welt
Der größte Osterbrunnen der Welt