Klingenthal, 1.4.2026. Ich bin ja von den Möglichkeiten, der künstliche Intelligenzen grundsätzlich sehr angetan. Schreibe ich einen Artikel über einen weinenden Schneemann weil der Frühling kommt, kann man dafür ein Foto generieren und muss nicht raus gehen, um einen zu bauen. Überall, wo es angebracht ist, soll uns die KI nutzen und nicht wie in dem Star Treck, wo die Enterprise dem Spock einen Stromschlag versetzt, als er an das Bedienpult greifen will.
Weil Personal in Deutschland teuer ist, dem Staat für Dienstleistungen an seinen Bürgern kein oder nicht mehr genug Geld zur Verfügung steht, muss die KI immer mehr Aufgaben in der Verwaltung übernehmen. Die KI isst nicht, trinkt nicht, gründet keine Gewerkschaftsgruppen und streikt nur, wenn sie gehackt wird. Zum Arzt geht sie auch nicht. Ein super Arbeitnehmer also. Deshalb hat man eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern und Sozialpädagogen gegründet, die sich um die Unterstützung durch KI in Ämtern kümmern sollen. Man hat einen ausrangierten Fahrkartenautomaten zu einem KI- gesteuerten Standesbeamten umgebaut. Der Prototyp steht an einem sächsischen Hauptbahnhof. Alles, was man dazu braucht, ist ein Personalausweis mit Online Funktion, beider Partner versteht sich. Man meldet sich zu Hause an, bestellt quasi online das Aufgebot und wenn man dann zur Hochzeitsreise aufbricht, so soll das später mal werden, heiratet man am Bahnhof, Flughafen oder Schiff Terminal am Automaten. Dazu drückt man die grüne Ja-Taste und schon erscheint ein QR Code, den man mit dem Handy scannt. Das ist die digitale Heiratsurkunde. Fünfzig Paare haben sich bereits als Feldtester zur Verfügung gestellt. Ob die Ehe jetzt rechtskräftig ist, muss allerdings noch ein Gericht klären. Das kann bis zu fünf Jahre dauern. Bis dahin könnten die erste schon wieder in Scheidung leben. Schönen Start in den April, die dritte!
O Grimm
Natürlich ist auch dieses Foto mit KI generiert. Den Automaten gibt es nicht.
