Der Winter kann schön sein, wenn es einen Tag durch schneit, dann 7 Grad minus werden und die Sonne scheint. Wenn dann noch die Straßen und Gehwege geräumt sind, ist alles super. Meistens ist es aber nicht so; es schneit einen Tag, dann regnet es einen halben und dann gefriert es. So macht das Autofahren keinen Spaß, Wintersport ist auch nicht optimal und im Krankenhaus ist in der Chirurgie Land unter.
In der vorletzten Ausgabe der Klingenthaler Zeitung war in einem Leserbrief von Edith Unterdörfer zu lesen, wie es früher einmal war. Im Grunde hat man mit dem Winter gelebt und nicht gegen ihn. Damals konnte man aber auch zur Arbeit laufen und musste nicht zig Kilometer mit dem Auto fahren. Ich persönlich habe da jetzt wirklich Glück. Ich könnte meine Arbeit auch auf dem Mond machen, solange es da Internet gibt.
Als ich ein Kind war, stand ich immer zwischen zwei Welten. Eigentlich war ich ja Grendner mit einem Eis-O-Geier als Vater und bin mit Schlittschuhen zur Welt gekommen. Dann war ich aber in Sachsenberg in der Schule und hatte den Resel als Sportlehrer. Der scheuchte uns mit Langläufern durch den Wald, sobald drei Krümel Schnee gefallen waren. Jedenfalls war viel Schnee vom Himmel immer schlecht, weil wir auf die Eisbahn gehen und das weiße Gold entfernen mussten. Lieber hätten wir doch die kleine schwarze Scheibe gegen die Bande geknallt. Einen Jugendclub hätten wir zu der Zeit kaum gebraucht. In der alten Holzbude, die mit einem Kanonenofen beheizt wurde war es warm und Platz zum Umziehen. Da drin bleiben wollte aber keiner, man musste raus auf’s Eis. Da hat das Leben gespielt, sind Freundschaften geknüpft worden oder eben auch mal auseinander gegangen. Diese Plätze der Begegnung fehlen heute, die Jugendlichen sind sich und dem Handy überlassen. In den Ferien ging es schon nach dem Frühstück los und weil ja auf der Eisbahn Licht war, konnte auch am Abend trainiert werden. Einmal, 1979 war das, da hatten wir 14 Tage lang Eis vor der Bezirksmeisterschaft und der Fuchs, Harald hat uns so hart ran genommen, dass wir dann gleich mal Bezirksmeister der Schülermannschaften im Sahnpark (Crimmitschau) wurden. Abends ging es in den »Goldberg« und es gab ein Riesen Hamburger Schnitzel für 4,50 Mark Ost. Danach ging es zum Eisfasching und wir bekamen die Siegerverkündung vor rund 600 Mann. Das hatte was. Der Eisfasching hatte auch die Aufgabe, Geld in die Kassen zu bringen. Die Fahrten zu den Turnieren kosteten natürlich Geld un von Dynamo gab es höchstens mal den Robur Bus. Der Eisfasching war aber auch ein Hochevent in Brunndöbra. Der Umzug war eine Schau und der Faschingsdienstag auf der Eisbahn immer ein Erlebnis, Eine kleine Fotosttecke habe ich dazu. Bilder sagen mehr als Tausend Worte. O. Grimm
Das Plakat. natürlich im Buchdruck, aus der Markneukirchner Druckerei, musste vom Rat des Kreises genehmigt werden, Das war so in der DDR. Es hätte ja antisozialistische Propaganda gemacht werden können.

Diese Fotos sind zwischen 1973 und 1975 entstanden.












