Nachdem Gott mit der Erschaffung der Welt fertig war, setzte er sich zufrieden auf eine Wolke und genoss eine Manna. Jetzt, so dachte er sich, gebe ich den Menschen noch ihre Sprache, damit sie denken und kommunizieren können. Gestärkt machte er sich wieder auf den Weg, flog um die Welt und verteilte eifrig die Sprache. Als er schon fast auf dem Rückweg zu seiner Chill- Wolke war, fiel ihm doch tatsächlich ein weißer Fleck am Erdball auf. Winzig, in einem Tal, hinter Bergen versteckt, lag es. Das Vogtland. Wie immer hatten die Vogtländer mal wieder vergessen, laut hier zu rufen, als es was gab. Da hat sie der liebe Gott einfach nicht mitbekommen. Aber, da Gott ja der liebe Gott ist, hat er sich ihrer erbarmt. Er breitete seine Arme aus und rief so laut er nur konnte: »Wisst’s was, Voigtländer, dad einfach e su wie iech red’n.« Moral: Es ist wichtiger denn je, aufzupassen, wenn es was zu verteilen gibt, sonst schaut man am Ende noch in den Mond. O. Grimm
