Ich kann mich noch gut erinnern, dass in den 80er Jahren die Jugendarbeit in den DDR Kulturhäusern groß geschrieben wurde. Die Jugend musste bei der Stange gehalten werden. Deshalb war bei diesen Clubs Selbstbestimmung oberstes Gebot. Nur bei Ordnung und Sauberkeit musste ab und zu ein Erwachsener ein Machtwort sprechen. Jugendclubs gab es im Maxim (Gambrinus), Schloß (Kreiskulturhaus) und natürlich im Walfisch, was damals Klubhaus der Jugend hieß. Es gab sogar Jugendclub-Kultur-Wettbewerbe. Auch ich war da mal mit dabei. Auf dem Schloss Augustusburg wurde da um Ruhm und Ehre gesungen und sonstwelcher Quatsch gemacht. In den Räumen wurde natürlich auch Bier getrunken, Karten gespielt und natürlich auch geraucht. Andere Drogen gab es nicht. Heute ist das so nicht mehr möglich. Die Stadt unterhielt ein Jugendzentrum mit einem Angestellten, der Geld kostete, was ja eigentlich gar nicht da ist. Aber: In Adorf gibt es die »Fronfeste« und in Falkenstein das Begegnungszentrum. Beides wird über Fördermittel finanziert. Das funktioniert, man hat sogar in Adorf den alten Knast ausgebaut, mit Fördermitteln. Ein ganzes Haus für Bands zum Proben, IT Werkstatt, Vorträge, Rockkonzerte, naja, alles, was die Jugend eben so braucht. Ich kann mir da nicht vorstellen, dass da nix gehen sollte. Es muss sich halt mal eine(r) darum kümmern. Dass die Protagonisten am Dienstag im Stadtrat waren hilft vielleicht. Wenn es jemanden interessiert: in Adorf macht das eine Diana Arzt, die Telefonnummer sollte über sie Seite der Stadtverwaltunfg Adorf heraus zu bekommen sein. Für Falkenstein hätte ich auch eine Handynummer, allerdings kommuniziere ich die jetzt nicht hier. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass da nichts geht. Es muss halt nur einer voran gehen, am besten einer mit einem Amt im Rücken. Das könnte helfen, weil da sicher bürokratische Hürden überwunden werden müssen. In Adorf gab es sogar zeitweise ein Projekt, das einen hauptamtlichen Mitarbeiter befristet beschäftigte. »Möglichmacherei« hieß das, wenn ich mich richtig erinnere. Unter dem Motto »Sei Gast im Knast« gibt es da jede Menge Freizeitaktivitäten. Also lange Rede kurzer Sinn: Es geht. Aber auch da ist es so, wer etwas will, sucht Wege, wer etwas nicht will, sucht Gründe. Vielleicht sollte man sich mal Gedanken machen, was man mit dem Gebäude von der Deutschen Bank anfangen möchte. Da wäre ein gutes Konzept sehr hilfreich. Wegreißen ist nach meiner Meinung keine Option weil es das Ensemble am Markt zerstört. Das kann keiner wollen. Also muss ein Konzept zur Sanierung her. Logischerweise braucht es einen Investor oder Crowdfunding. Der erste Schritt wäre ja mit der Bürgerstiftung gemacht. So ein gemeinschaftliches Projekt könne auch die Gemeinschaft im Ort näher zusammen bringen und das wäre ja mal was. Ja, aber wer bin ich schon, dass ich da was zu sagen hätte. Das ist nun mal wieder nicht meine Gehaltsklasse. Ich schreib‘ nur drüber, vielleicht hilft das ja auch ein wenig. Ach so, jetzt habe ich gerade noch einen Hinweis bekommen: grenzüberschreitend, das wäre doch die Lösung. Man beantragt Fördermittel von der EU und eröffnet ein Deutsch-Tschechisches Kulturzentrum: »Haus der Bürgerkultur Graslitz-Klingenthal«. Zur Eröffnung gibt es dann ein »Battle of the Bands« bei dem alle mitmachen können oder ein »MUHA-live Spezial«. Auf geht's, beantragen!!! Aber weeeer soll das jetzt machen? Wessen Gehaltsklasse ist das jetzt? O. Grimm
