Ja, Leute, drei mal dürft Ihr raten, was das neue Jahr auf jeden Fall bringt: Es wird teurer, vermutlich alles. Dreizehn Neunzig Mindestlohn macht auf jeden Fall die Dienstleistungen teurer. Nicht falsch verstehen, jeder, der arbeitet, muss ordentlich bezahlt werden. Die Versicherungen steigen. Der Sprit geht auch nach oben weil die Straf- bzw. Ökosteuer steigt. Wahrscheinlich wird von 1,5 bis drei Cent je Liter gerechnet, wenn ich dann an die Tankstelle schaue, ist es mehr. Gut, die Preise schwanken eh um die 20 Cent und das kann sich im Stundentakt immer mal ändern. Gut, es wird auch etwas billiger: Von der Politik gefeiert, ist es die Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen im Gasthaus. Gut für die Wirte, die können das Geld nehmen und es in den gestiegenen Mindestlohn oder in Technik investieren. Der Preis für das Schnitzel im Wirtshaus wird wohl bleiben. Reich wird der Wirt auch nicht, die Kosten sind hoch. Können wir was dagegen tun? Gute Nachricht: Ja. Aber nur dann, wenn wir uns bewegen. Bei Gas, Strom, Internet, Mobilfunk. Bei vielen Bekannten merke ich, wenn man darüber spricht, zahlt man für diese Dinge oft zu viel, weil man die Verträge einfach laufen lässt. Gerade am Jahresanfang könnte man so was als guten Vorsatz auf die Agenda 2026 setzen. Das kostet nur ein wenig Zeit, tut nicht weh und macht auch nicht dick. All diese Dinge machen nicht glücklich aber wir brauchen sie unbedingt. Also stellt sich nicht die Frage, ob wir das benötigen, aber wir können entscheiden, wieviel wir dafür bezahlen. Was gebe ich für mein Auto aus, wäre auch so eine Frage. Sind die Kinder aus dem Haus, kann man statt dem 4,90 m Kombi einen 4,20 m Kompaktwagen fahren. Wenn Ihr ein eigenes Grundstück habt, macht es vielleicht auch Sinn, mal über ein E-Auto nachzudenken, vor allem, wenn 2 Autos da sind. Die Preise für E-Autos sind im Gegensatz zum Allgemeintrend am Fallen und es gibt gute Leasingkonditionen. Leasing ist da eher das bessere Finanzierungsmodell, weil die Technik von heute morgen schon von gestern ist. So ein Jahreswechsel kann einen auch mal darüber nachdenken lassen, ob der Job noch der richtige ist. Manchmal hängt man fest und braucht mal einen kleinen Schubs. Große Firmen bieten für Quereinsteiger oft Schulungsprogramme an, um den Einstig zu erleichtern. Egal, was man macht. Alles ist besser, als nichts zu tun. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen viel Erfolg bei Euren Projekten, egal wo Ihr gerade seid oder wo es Euch hin zieht.
O. Grimm
