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Was ist los mit dem ADAC?

ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand hat in einem Interview mit der »Neuen Osnabrücker Zeitung« die CO2-Steuer gelobt und weitere Preiserhöhungen für Diesel und Benzin gefordert, damit das Volk, der große Lümmel, Elektroautos kauft und Deutschland seine Klimaziele erreicht. Ja, geht‘s noch? Soll man so arrogant mit seinen zahlenden Mitgliedern umgehen? Man muss feststellen, dass die ADAC Führung die Bodenhaftung verloren hat, wohlgemerkt die Führung. Viele Gelbe Engel machen einen wichtigen, guten Job an der Basis. Das hat mir soeben ein Insider bestätigt, wie wichtig ihre Arbeit gerade bei der Kälte jetzt ist. In der »ADAC Motorwelt« also in der Zeitung für zahlende Mitglieder, also 22 Millionen Menschen die überwiegend Verbrenner fahren (90% der ADAC Mitglieder fahren Verbrenner), werden Lobeshymnen auf die Bahn gesungen und Lastenfahräder vorgestellt, Artikel über Künstler geschrieben, die gar kein Auto haben und so weiter. Und dann seitenweise Werbung für Flusskreuzfahrten. Vielleicht kommen bald Anzeigen für Schrottplätze, damit das ADAC Mitglied genau weiß, wo er seinen Verbrenner entsorgen kann. Ich habe dann schon mal an den Chefredakteur geschrieben, der mir auch freundlicherweise geantwortet hat. Mir wurde zu verstehen gegeben, dass ich das alles falsch sehe und dass meine Kritik haltlos ist. Es würde um eine neues Verständnis für Mobilität gehen. Ja, »Motorwelt« was hat das mit Lastenfahrrad zu tun? Ach so, das könnte ja ein E-Bike sein. Gut, wenn man so denkt, könnte man es verstehen. Das E-Bike hat ja schließlich auch einen Motor. Aber ich denke, die Zeitung sollte mal was anderes repräsentieren. Rausgeschmissen aus dem ADAC hat er mich nicht, wahrscheinlich wollte er auf meinen Beitrag nicht verzichten also den Beitrag, den ich jährlich, seit 1991, zahlen muss. Ich werde mir gut überlegen, wie ich mich in Zukunft zum ADAC stellen werde. Grundsätzlich ist meine Einstellung zur Elektromobilität besser geworden, zumal ich Gelegenheit hatte, nach dem E-Golf jetzt auch modernere E-Wagen zu fahren. Es ist in der Performance viel passiert. Allerdings meine ich nach wie vor, dass es nur Sinn macht, wenn man zu Hause über Nacht oder auf der Arbeitsstelle laden kann. Grundsätzlich sollte man aber diejenigen, die beispielsweise als Vertreter täglich hunderte Kilometer bei Zeitdruck zurücklegen müssen, deswegen nicht verteufeln. Sie machen nur ihren Job. Ein Auto sollte dem Menschen dienen, er zahlt ja viel Geld dafür. Dann muss das Auto zu ihm passen, oder sehe ich das falsch? Vielleicht sollte sich der Club auf das beschränken, wozu er mal gegründet wurde, nämlich seinen Mitgliedern zu dienen. Gerne stelle ich das zur Diskussion. Drückt einfach auf den Button unten und legt los. Soll der ADAC zurück zu seinen Wurzeln oder soll er sich wandeln, vielleicht auch die Farbe von gelb auf grün? Sachliche Beiträge werden gerne veröffentlicht. O. Grimm