Gut, dieses Zitat ist an sich ein wenig geklaut von Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, was den kennt Ihr nicht? Doch, unter seinem Künstlernamen, Loriot, Ihr wisst schon, der mit dem grünen Sofa und da ging es eher um den Mops, also bei dem Spruch. Mit dem nicht ganz so hübschen Hund, die Halter eines solchen mögen mir es verzeihen, hat Service soviel zu tun wie Eis am Stiel und eine Bockwurst aber darum geht es auch nicht. O.k. beides kann man essen aber das war es dann auch schon. Es haben ja schon verschiedene Autoren von der Servicewüste Deutschland gesprochen und so ist es ja auch irgendwie. Jeder will eigentlich guten Service aber keiner will was dafür zahlen. Das ist das Problem. Was keiner zahlen will, wird am Ende abgeschafft. Eine große Elektronikmarktkette hat mit dem Spruch »Geiz ist geil« damit angefangen und damit eine Welle in Gang gesetzt, die zumindest europaweit Tausende Arbeitsplätze vernichtet hat, die nämlich im Service. Damit ist mal derjenige im Vorteil, der solche Serviceleistungen selbst erbringen kann, z.B. einen online bestellten Fernseher selbst an die Wand zu nageln, richtig anzustöpseln und so zu programmieren, dass dann nicht nur alle Fernsehprogramme über Kabel laufen, sondern auch die Mediatheken funktionieren. Ja, gar nicht so einfach, was? Ist aber so. Man stelle sich mal vor, du gehst in das Krankenhaus zum Mandeln raus nehmen, bekommst eine lokale Betäubung und sollst das dann selber machen, hä, geht’s noch? Geht natürlich gar nicht aber bei manchen Dingen ist das Gang und Gäbe. Schaut mal, die Banken machen reihenweise Filialen zu, dann bekommt man einen Brief, man wolle die Servicequalität verbessern und schicke jetzt zweimal die Woche den Zaster Laster; weißte Bescheid. Gut zu formulieren wissen die Freunde ja schon aber am Ende geht es nur um’s Geld, Kapitalismus eben in seiner reinsten und feinsten Form. Ehrlich wäre es, zu sagen: »Ihr kostet uns zu viel mit Eueren drei Buchungen in der Woche für zwanzig Euro« Aber nee, dummes Palaver, was eh keiner glaubt, naja, vielleicht Pittiplatsch, der Liebe. Man hat ja aber auch keine Alternativen, es wird keine Bank vom Mond kommen und ein kostenloses Konto mit Geldautomat in der Wohnstube anbieten. Was kann man also tun? Ohne Konto geht es nicht. Selbst die Sozialleistungen kommen ohne nicht an. Es gibt Leute, die lassen das Nötigste über’s Konto laufen und haben den Rest im Safe, Zinsen gibt es ja eh nicht. Die wickeln dann alles bar ab, da kann dann wenigstens keiner reingucken, ja geht. Nächstes Thema Krankenkassen: Eigentlich genau der gleiche Mist. Nach der Wende gab es hier Filialen von Barmer, AOK und IKK, meine ich jetzt mal aus meiner Erinnerung. Dann war die nächste KK in Auerbach, dann in Zwickau. Jetzt gibt es beispielsweise bei der Barmer eine Telefonnummer wo Du Dich mit Deiner KK Nummer identifizieren kannst, hast immer einen anderen Kollegen am Telefon, der sich erst mal schlau machen muss, ja weißte Bescheid. Bei der IKK ist es - noch einfacher. Da gibt es eine Nummer ein Zwickau mit einem Ansprechpartner. Das ist o.k. aber das Gesundheitssystem bedarf eines eigenen Artikels und da geht es nicht nur um Service. Nächstes Thema: An Telekommunikationsfirmen. Telekom, Vodafone, 1&1, Telefonica, um mal nur die bekanntesten zu nennen, kommt heutzutage keiner mehr vorbei, sei es beim Thema Telefon, Internet, Fernsehen, Mediatheken usw. Irgendwie müssen die Informationen zum Verbraucher transportiert werden, sei es über Kabel- oder Funktechnologie. Wenn wir mal bei Deutschland bleiben, da haben sich die Preise für einen Telefonanschluss mit Internet Flat recht positiv entwickelt. Für einen vernünftigen Vertrag muss heute keiner mehr über dreißig Euro zahlen aber gerne auch mehr für mehr Leistung. Da wird man auch schon mal außer der Reihe angerufen und einem der Himmel auf Erden versprochen, gerne in schlecht verständlichem Deutsch, denn die Call Center sind in Polen, Indien oder wo auch immer das Personal wenig kostet. Mir ist es schon passiert, dass ich, nachdem ich nichts gekauft hatte, hören musste: »Da chabe isch jetzt meine Gesuuundcheid geoobfert und so viel gereddet, isch mache jetzt Schluus«. Und dann hat sie aufgelegt. Ja, auch gut aber die hätte ja gar nicht anrufen müssen, wenn ihr die Gesundheit so wichtig ist, dass sie Angst haben muss, diese beim Telefonieren zu verlieren. Ja, und wenn du von denen was willst ist es noch schlimmer. Hier spricht der Automat, rufen Sie später wieder an. Das ist dann besonders schlimm, wenn man einen Ausfall hat und gar nichts mehr geht. Zwei drei mal war ich schon mal in der Situation. Am Ende wurde mir zwar immer irgendwie geholfen aber es braucht Zeit und gute Nerven. Was jetzt mal wirklich positiv ist: in den wenigsten Fällen muss ein Techniker vorbeikommen, meistens sind es irgendwelche Softwareprobleme bei technischen Umstellungen die den Datenfluss aufhalten, zuletzt als bei Kabel Deutschland das analoge Senden auch DVB umgestellt wurde. Ansonsten sind wir ja hier in Klingenthal eher auf der Sonnenseite wenn man nicht zu weit weg von den Hauptkabeln wohnt. Beim Handyempfang ist es im Altkreis Klingenthal noch sehr durchwachsen, manchmal ist nur 2G da also EDGE und dann rumpelt Spotify schon ganz schön vor sich rum. Zwischen Mühlleithen und Tannenbergsthal geht gar nichts und auch zwischen Oberzwota und Friebus merkt man, wo es eher wenig diplomatische Beziehungen gibt.
