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Jetzt Spargel zubereiten - wie‘s gleich gelingt

Die Amis lästern ja über uns Deutsche. Wir würden den Spargel zu allem essen, Spargel mit Schnitzel, Fisch, Steak, Geflügel, Spargel mit Spargel und und und. Na und? Ist ja klar dass die Amis lästern müssen wie ihr Oberami, o.k. in einem haben sie ein wenig recht, die Amis: man kann den Spargel auch nur so, als Hauptgericht essen, z.B. mit Kartoffeln, Schwarzwälder Schinken und Sauce Hollandaise, hmm, lecker. Damit es dann aber auch wirklich schmeckt, sollte man einiges beachten sonst hat man keinen großen Spaß an dem gesunden Gemüse. Man sollte grundsätzlich nur marktfrischen Spargel kaufen, wo man sich jede Stange aus der Holzkiste nehmen und anschauen kann. Die Stangen sollten daumendick, gleich lang und am Schnittende noch feucht sein, wenn man die Stangen aneinander reibt, sollte es quitschen. Man könnte auch den Kopf abbeißen und essen; das schmeckt nämlich auch roh. Was allerings der Verkäufer dazu sagt, ist unklar, also erst nach dem Kauf kosten! Das Schälen ist wichtig; am besten jede Stelle 2x bearbeiten, dann das Hinterteil ca 2 cm abschneiden. Das Messer mus mit geringen Widerstand durch gehen, wenn nicht, ist zu wenig abgeschält. Die Schäler und Enden hebt man auf, da kann man noch eine Suppe kochen. Pro Person sollte man ca 3-400 Gramm rechnen. Im Optimalfall hat man einen Spargeltopf mit einem Metallkäfig, der sich rausnehmen lässt. Am besten kocht man das Wasser im Wasserkocher sonst dauert das ganze ewig. Man kann an das Wasser etwas Zucker und Zitronensaft machen, das kommt beim Kochen gut. Hat man keinen Spargeltopf, bindet man die Stangen unterhalb des Kopfes zusammen, legt sie so in den Topf, das die Spitzen noch aus dem Wasser schauen und bindet die Küchenschnur dann am Topfhenkel fest. In dem Wasser bleibt der Spargel dann 5-7 Minuten, nicht länger. Das Gemüse soll ja noch Biss haben. Drückt man die Stangen beim Schneiden breit, hat man mit Zitronen gehandelt, man muss das Gemüse wirklich mit etwas Widerstand schneiden können sonst hat man keinen Spaß dabei. Dazu passt Schwarzwälder Schinken, die Packung sollte man vor dem Kochen öffnen und die Scheiben voneinander trennen. So entfaltet sich das ganze Schinkenaroma optimal. Kartoffeln und Sauce Hollandaise dazu und einen leichten Weißwein (Silvaner oder Grauburgunder, die nicht zu viel Alkohol haben aber tratzdem trocken sind) und alles ist gut. Die Hollandaise nicht im Tetrapack kaufen sonst kann man auch gleich Zahnpasta dazu reichen. Das Ergebnis schmeckt ähnlich schlecht. Wer keine Zeit hat nimmt das Pulver von Maggi oder Knorr, Spargelwasser, Butter, Zitrone, wenig Zucker, aufkochen, fertig. Wie man eine richtige Hollandaise macht, erzähle ich Euch später mal. Den Amis würde das jedenfalls auch schmecken. O. Grimm