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Telefonieren wir bald wie Käpt'n Kirk?

Ja, das hat mich schon als Kind begeistert wenn Spock, Scotti und Kirk ihren Communikator herauszogen um die Enterprise anzurufen wegen des Rückbeamens. Das Ding klappte man mit einem gekonnten Handschwung auf, um dann sprechen zu können. Eine Nummer musste man nicht wählen.

Viele dieser Star Treck- Utensilien gibt es heute tatsächlich wie zum Beispiel diese Klapphandys wie ich auch eins hatte. Man konnte es mit einem Kabel am Auto anschließen um frei telefonieren zu können; das Telefonbuch war über die Lenkradtasten oder Sprachbedienung zugänglich. Das war 2002 nicht immer zuverlässig, ich kann mich erinnern, dass bei Autobahnfahrt es fast unmöglich war, per Sprache einen Teilnehmer einzugeben. Gut, jetzt haben wir ja das Smartphone zum telefonieren und bald werden wir weltweit mit einer Nummer erreichbar sein, naja im Grunde geht das ja heute schon, dass man seine Festnetznummer überall mit hinnehmen kann. O2 macht das ja schon seit einiger Zeit so, dass man bei den Flatrate Verträgen eine FN Nummer dazu bekommt und auch bei der Telekom gibt es für ca. 30,- € »one Number« die Festnetznummer für‘s Handy wo man diese auch als Anrufkennung sieht. Bei Vodafone heißt das »Zu Hause Option«. Wer das nicht will, kann sich z.B. bei »Sipgate« eine kostenlose VoIP (Voice over Internet Protokoll) Nummer bestellen und die überall mit hinnehmen. Wie es die wörtliche Übersetzung schon sagt wird hier über das Internet telefoniert. Die meisten Router können das sowieso und VoIP wird bald überall der Standard sein. In Großstädten gibt es z.B. Internetverträge ohne Telefon, dann holt man sich so eine Nummer, trägt die in den Router ein und telefoniert. Da es auch Apps für Mobiltelefone gibt, die quasi wie ein Router funktionieren, kann man dann diese Nummer auch auf das Handy transferieren. Wenn die App im Hintergrund läuft, kann man dann auf dieser Festnetznummer angerufen werden, auf dem Mobiltelefon wie gesagt und das Weltweit zum Festnetztarif des Anrufers. der angerufene zahlt dabei nichts. Interessant ist, dass man da für 2,9 Cent in die USA oder nach China telefonieren kann, egal wo man sich befindet. Innerhalb Deutschland kostet die Minute 2,4 Cent. Wenn man beachtet, dass die Einrichtung kostenlos ist und es keine Grundgebühr gibt, ist das o.k.

Man muss nur ein Prepaid Konto aufladen und dann geht es los. Wenn man nur erreichbar sein will, kostet es gar nichts. Das ist mal eine klare Ansage in Richtung Digitalisierung und besserer und kostengünstiger Erreichbarkeit für diejenigen für die das wichtig ist. Wenn‘s denn klappt. Als ich den Artikel zu schreiben angefangen habe, hatte ich die  IP Nummer gerade bestellt und die Theorie sah super aus. Nach ein paar Tagen Praxistest muss ich zugeben, dass die Versprechungen der unserer Bundespolitiker gleich kommen. Sie werden nicht erfüllt. Zumindest nicht mit der Zoiper App in Verbindung mit einem Huawei P8 lite. Da habe ich seit einiger Zeit Probleme mit dem WLan und wenn die App längere Zeit im Hintergrund läuft loggt sich der Sipgate Account aus und man ist nicht erreichbar. Laut Huawei soll das aber ein Fehler sein, den es zu beheben geht. Na, wir derden sehen. Das gute alte Festnetztelefon wird sicher in nicht allzu langer Zeit verschwunden sein, die Kupferleitungen an die man den Fernsprecher anklemmt sind eh aus der Mode gekommen und das Mobiltelefon ist selbst schon für Grundschüler ein nicht mehr wegzudenkendes Alltagsutensil und die Preise für Butter-und-Brot-Geräte liegen schon unter 100,- €. Damit kann man dann telefonieren, simsen, surfen, Musik hören, fotografieren und filmen. Ein high end Gerät für 1000 Euro braucht man da eher nicht. Das hätte Kirk auch nicht gezahlt. Um 2250 gibt es nämlich gar kein Geld mehr, keinen Smog, keine Armut und auch keinen Hunger. Krieg gibt es nur noch mit den Klingonen und Romulanern und der findet im Weltall statt. Da wohnt ja bekanntlich niemand. Wenn das nix is!? PS: Jetzt, im Jahr 2026, läuft die Zoiper App mit einem S24 von Samsung einwandfrei. Auf dem Iphone sind Abstriche zu machen.

O. Grimm