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HelloFresh, wirklich eine Alternative?

Gerade jetzt, wo wir beim Betreten eines Geschäftes den Mundschutz aufsetzen sollen und sich in den Supermärkten die Massen begegnen, weil sie ja logischerweise Essen und Trinken kaufen müssen, drängt sich der Gedanke an Alternativen auf. Die gibt es, z.B. mit den Kochboxen von »HelloFresh«. Das Unternehmen wurde 2011 in Berlin gegründet, hat mittlerweile über 4.000 Mitarbeiter und liefert in ganz Mitteleuropa und sogar in den USA Essen aus. Bestellungen muss man über das Internet oder eine Handy-app auslösen und kann die da auch verwalten, pausieren oder beenden. Einen Vertrag über eine bestimmte Zeit muss man nicht abschließen. Das Abo kann man jederzeit ohne zusätzliche Kosten beenden. Ich habe Ende März mal einen Selbstversuch gestartet. Hier ist mein Eindruck: Als die erste Box kam, war ich enttäuscht, nicht von der Qualität von dem, was drin war, sondern eher von dem, was nicht drin war. Zu jedem der drei Gerichte hat was gefehlt. O.k. aber das nur am Rande, bei der letzten Lieferung hatte ich dann mal was übrig. Fakt ist eines: Du musst nicht zwingend kochen können. Wenn man mit einem Messer umgehen und eine Tomate von einer Zwiebel unterscheiden kann, ist man durchaus in der Lage, ein gut schmeckendes Essen zuzubereiten. Es gibt Classic-Boxen (Fleisch und Gemüse), vegetarische Boxen und Familienboxen. In der Classic Box sind drei Gerichte a 2 Portionen Standard zum Preis von 39,95 €, das macht 6,66 € pro Person. Das ist nicht billig, wenn man bedenkt, dass man selbst kochen muss, man bekommt aber zu jedem Essen eine Kochanleitung, die wirklich idiotensicher ist. Man kann auch noch Vorspeisen dazuwählen (gegen Aufpreis), erhält drei Standard Vorschläge, die man aber ändern kann. Mag man keinen Fisch, ersetzt man das durch Schnitzel. Die Alternativen sind zum Teil aufpreispflichtig. Verpackt ist das Ganze auch ganz ordentlich, Fleisch ist luftdicht eingeschweißt und im Karton sind zwei Eis-Akkus, die alles kühl halten. Wenn man, wie ich, Pech hat und der Paketdienstfahrer die Box fallen lässt, kann so ein Akku schon mal beschädigt werden und dann läuft Wasser in den Karton. In Mitleidenschaft hat das allerdings nur die Kochanleitungen gezogen. Das Kochen selbst ist ein Kinderspiel. Alles ist so konzipiert, dass man mit Messer, Pfanne, Topf, Schüsseln und Reibeisen auskommt. Ein Ofen mit Backröhre und drei Kochfeldern sollte auch noch in der Küche stehen sonst sollte man bei Spagetti Miracoli bleiben. Wer clever ist, hebt sich die Kochanleitungen auf und kocht mit selbstgekauften Zutaten nach. Dann muss er aber wieder in den Supermarkt. Übrigens stehen die Rezepte auch im Internet. O. Grimm

Der Inhalt der Kochbox. Viel Gemüse, wenig Fleisch, Gewürze und Soßen. So sieht das für drei Gerichte aus.